Die Qual Deiner Wahl

Warum Entscheidungen so existenziell sind

Die Entscheidungen, die Du triffst, stellen die Weichen für Dein weiteres Schicksal. Noch nie konntest Du so viel entscheiden wie heute. Noch nie war die Auswahl größer. Es wirkt wie die große Freiheit. Aber, macht es Dich auch glücklich?

Vielleicht kennst Du es auch, dass Dir die vielen Möglichkeiten häufig das Leben schwerer machen? Vielleicht hast Du oft Angst vor Entscheidungen und schiebst sie deshalb oft auf oder triffst sie erst gar nicht. Psychologen sprechen hierbei von der „Tyrannei der Wahl“.

Aber auch die Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen, ist eine Entscheidung und hat Konsequenzen für Dich. Egal ob Du dich aktiv entscheidest oder nicht, Dein Handeln bzw. Unterlassen hat einen Preis, den Du bezahlen musst. Bei jeder Entscheidung musst Du deshalb die Verantwortung für Dein Handeln bzw. Nichthandeln übernehmen.

Je mehr Möglichkeiten, umso höher Deine Ansprüche

Selbst wenn Du Dich für eine von vielen Möglichkeiten entschieden hast, so kann es trotzdem vorkommen, dass Du unzufrieden bist. Dies hängt damit zusammen, dass mit der Vielzahl Deiner Möglichkeiten auch deine Ansprüche steigen.

Würde es nur eine einzige Jeans im Laden geben, dann müsstest Du damit leben, dass sie nicht besonders gut sitzt. Gibt es aber eine Vielzahl an Modellen z.B. super slim, relaxed fit, low cut, high waist etc., und passen zwei oder drei sehr gut, dann nervt es Dich womöglich trotzdem, weil keine davon wirklich perfekt sitzt. Spätestens zuhause stellst du Dir dann die Frage, ob es für Dich nicht besser gewesen wäre, wenn Du Dich für ein anderes Modell entschieden hättest…

Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen: Steigt Dein Angebot in verschiedenen Lebensbereichen, dann sinkt Deine durchschnittliche Zufriedenheit. Dies gilt übrigens länderübergreifend. Wissenschaftler meinen: „Es geht uns heute besser als früher, aber wir fühlen uns schlechter.“

Wer hat Vorrang – Dein Kopf oder Bauch?

Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert war die herrschende Meinung gewesen, dass wir grundsätzlich rational entscheiden. Gefühle wären bei Entscheidungsprozessen nur störend. Doch die Wissenschaft forschte weiter und brachte uns eine andere Wahrheit ans Licht: Ohne Gefühl ist dein Verstand hilflos.

Wissenschaftler haben erst angefangen zu verstehen, was bei Entscheidungen in uns vorgeht. Es gibt einen zentralen Speicherort in deinem Gehirn. Dieser Speicherort heißt limbisches System und enthält eine umfassende, individuelle Sammlung deiner ganz persönlichen Lebenserfahrungen. Diese sind ständig in Form von Emotionen und Körpersignalen in dir präsent.

Jedes Ereignis wird somit erst einmal als angenehm oder unangenehm bewertet und zusammen mit diesem entstandenen Gefühl abgespeichert. Dieser Tatbestand wirkt sich entscheidend auf Dein Verhalten aus. Kommt es zu einer Entscheidungssituation, sucht Dein Gehirn ganz automatisch abgespeicherte Bilder, Stimmen oder Geräusche aus längst vergangenen Erfahrungen.

Ist Dein Gehirn fündig geworden, wird automatisch die damals damit verbundene Bewertung hervorgerufen und zeigt sich sofort in Form einer körperlichen Reaktion. Dies kann z. B. ein Kribbeln im Magen, ein Kloß im Hals oder auch ein befreiendes Gefühl in der Brust sein.

Deshalb hast Du aus gutem Grund beides, Gefühl und Verstand. Das Geheimnis guten Entscheidens besteht demnach darin, beide mitreden zu lassen. Es geht darum, Frieden zu stiften zwischen deinem Gefühl und Verstand. Dies ist absolut möglich, wenn Du die entsprechenden Werkzeuge dafür kennst. Auch ausschlaggebend für gute Entscheidungen ist Dein emotionaler Zustand bzw. Deine geistige Frische, wenn Du in eine Entscheidungssituation kommst.

Beste Voraussetzungen für gute Entscheidungen

Die moderne Wissenschaft hat festgestellt: Wer mental klar und voller geistiger Ressourcen ist, dem fällt es leichter beständige und stabile Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen. In diesem Zustand hast Du die Kontrolle über deine Gedanken und kannst sehr schnell Risiken und Chancen für bestimmte Situationen abschätzen. Du kannst die gesamte Situation besser überblicken und kommst schneller zum Kern der Entscheidungsfindung. Deine mentale Verfassung und damit verbunden Dein gesamter Gesundheitszustand, trägt somit einen wesentlichen Beitrag zur guten Entscheidungsfindung für Dich bei.

Genau hier setzt das Mentale Stärken Training an. Im Training bekommst Du Werkzeuge und Methoden an die Hand, die Dir helfen in ressourcevolle Zustände zu kommen. Somit wird es für Dich leichter sein, im täglichen Alltag gute Entscheidungen zu treffen, die Dich bei Deinen persönlichen Lebenszielen unterstützen.